Im Gematik-Dokument: Infoveranstaltung_Konnektor_120424.pdf finden Sie auf Seite 26 und 27 eine anschauliche Grafik über das Standalone Szenario der eGK mit und ohne Anbindung an die telematische Infrastruktur. Der Hintergrund der Staffelung liegt in einer Reihe von Gründen, die mit der Reihenfolge des Ausrollens der Geräte (eGk, Konnektor) und des Systems zusammenhängen, aber auch sicherlich mit der Situation, das Widerstände gegen die eGK existieren und die starke Argumentation einer Nutzung der eGK, auch ohne telematische Infrastruktur (TI), also Rechenzentren und VSDM, nicht geschwächt werden soll.

Auf Seite 27 werden wir informiert dass der Datenfluss zwischen Clientschnittstellen (Arzt-EDV) und TI (Telematikinfrastuktur) unterbunden wird. Wohlgemerkt er wird unterbunden, d.h. prinzipiel dass die Anbindung an die TI existiert.

Interessant wird es nun diesen Sachverhalt mit einem weiteren Dokument der Gematik in Verbindung zu setzen und zu vergleichen. Der Titel des Dokumentes lautet: Informationsbroschüre Erprobung Online-Rollout (Stufe 1)” und der Focus liegt auf dem VSDM. Gehen Sie zu Seite 16 und lesen Sie den 2. Abschnitt.

Wir werden darauf hingewiesen dass die Krankenhäuser im stationären Bereich verpflichtet sind die Versichertenstammdaten nach § 301 SGB  an die Krankenkassen zu übersenden und Online abprüfen zu lassen. Ausgenommen sind derzeit der vertragsärztliche und -zahnärztliche Versorgungsbereich, aber die Krankenhäuser können mit ihren Krankenhausinformationssystemen (KIS) die Dienste Online nutzen.

Der enscheidende Punkt ist nun, im Rahmen der Einführung der eGK und ihres VSDM-Systems, die gesetzliche Forderung, die Online-Prüfung auch dann durchzuführen, wenn der Leistungserbringer nicht an das Netz der Telematikinfrastruktur angebunden ist (siehe Seite 16, 3. Abschnitt, Zeile 12, was durch die wird durch die Umsetzung des sogenannten Standalone-Szenarios garantiert werden soll.

Das Standalone-Szenario, lediglich technisch unterbunden, ist einerseits eine sehr dünne Grenze, die vom Wohlwollen und der Fehlervermeidung des Karten- und Systembetreibers abhängt und zweites unterschlägt es die Varianten der Datenübertragung, die durch das Stecken der eGK im Krankenhaus, während eines stationären Aufenthaltes ablaufen können. Hier können die Daten über KIS zur Krankenkasse und technisch gesehen zur telematischen Infrastruktur  durchgereicht werden. In diesem Zusammenhang ist auch das XML/XSD Format und die damit verwirklichte Qualifikation der Daten für das VSDM (Versichertenstammdatenmanagement) von weitreichender Bedeutung. Egal auf welchen Wegen Daten zentral gesammelt werden, Sie liegen bereits in der optimierten Form für die formulierten Zwecke des VSDM vor. Technisch gesehen können daher die Daten “CrossOver” aus BigData extrahiert werden, da Sie in einem einheitlichen Datenformat und ‘vor’ geordnet existieren.

 

Bundesweite Aktionsgemeinschaft
11

Letztes Update: 10.6.2013