Update 06.11.2015 eHealth-Anhörung am 04.11.2015

Aufschlussreiche Veranstaltung zeigt Schwächen des politischen Systems und Ausklammerung von wichtigen Informationen, die das eGK/TI-System in Frage stellen.


Das System der elektronischen Gesundheitskarte und Telematikinfrastruktur konsequent abzulehnen ist nicht gleichbedeutend mit einer pauschalen Ablehnung der Telemedizin.

Die Befürworter und Lobbyverbände kämpfen vehement mit der Betonung auf Patientenschutz, Versorgung, Heilung und der Aussicht auf ein längeres Leben für den Ausbau der Telemedizin und des eGK/TI-Systems.

Die derzeitige technische Dimension, das Gefährdungspotential und die Rechtsverletzungen, die schon jetzt aus der beschriebenen technischen Architektur und den Funktionen in großen Umfang abgeleitet werden können, fallen unter den Tisch. Sie sind weder ausreichend untersucht, noch sind Sie den Interessengruppen im erforderlichen Umfang bekannt.

Wissenschaftliche Prognosemodelle der zukünftigen Entwicklung des eGK/TI-Systems im Hinblick auf technische, politische, soziale und ethische Aspekte fehlen.

Es ist leichtfertig und oberflächlich die Notwendigkeit telemedizinischer Anwendungen, anhand eines Beispiels einer 91-jährigen Patienten festzumachen, die mit Begeisterung Blue-Tooth (Datenübertragung per Funk) basierende Medizingeräte in Ihrem Haus benutzt, ohne zu wissen was das ist, um sich aus der Ferne betreuen zu lassen. Das sich die Patienten und die Angehörigen darüber freuen kann nur sehr eingeschränkt als Argument für die Umsetzung des eGK/TI-Healtsystems eingesetzt werden. Die kurze Erwähnung von Link Assist Systemen, also Systemen und Geräten mit denen eine Aktion aus der Ferne, beispielweise zwischen Arzt im Krankenhaus und Medizingerät in der Wohnung der Patienten möglich wird, wurde in der eHealth-Anhörung in diesem Zusammenhang nicht weiter ausgeführt.

Das eGK/TI-System ist zunächst ein informationelles System, ein Megasystem, etwas weitgehend Neues in der Größenordnung der Anpassung und Vernetzung bestehender Systeme des Gesundheitswesens. Die Konzepte und neuen Möglichkeiten der IT-Technologien basieren auf der Virtualisierung und der Cloud, den Bausteinen mit denen eine vollständige Vernetzung aller bestehenden IT-Systeme und der darin enthaltenene Daten und Informationen in greifbare Nähe rückt.

Wer das will lebt in der Vorstellungswelt, dass die Sensorisierung und Informatisierung aller Bereiche des Lebens, also der Häuser, der Wohnungen, der Autos und eigenen Körper ein selbstverständlicher Vorgang ist, der ausreichend kontrolliert und abgesichert werden kann. Ebenso selbstverständlich ist, wie wir in der eHealth-Anhörung gehört haben, die Integration der Aktuatoren (Aktoren), also der Fernsteuerungsmethoden zu interaktiven ausführenden Systemen. Die Spitze der Entwicklung der Aktoren sind die Roboter.

Die Konsequenzen, die sich aus dieser Entwicklung und den Weichenstellungen für den Menschen ergeben sind unvorstellbar gross.

Wir können es uns eigentlich nicht mehr leisten in dieser Weise gesellschaftliche Entscheidungen zu treffen. Der vermeintliche Durchblick und Überblick der Befürworter ist eine Illusion und gefährdet in seiner Oberflächlichkeit Millionen von Menschen. Wir sollten dringend mit einem größeren Querschnitt von Menschen, Meinungen und Erkenntnissen für das eGK/TI-System andere Alternativen suchen, anstatt dem alten menschlichen Muster zu folgen mit dem Feuer zu spielen, ohne genau zu wissen was wir damit auslösen.

Da ich bereits sehr viele damit zusammenhängende Inhalte vertieft habe, bitte ich Sie sich die Mühe zu machen diese zu lesen.

Bitte lesen Sie im Kontext:


Unzureichende Informationsverarbeitung im deutschen Parlament
http://www.ocmts.de/egk/xmlcontainer/html/it_d__dt__parlaments.html

http://www.ocmts.de/egk/xmlcontainer/html/datenschutz_neu.html

http://www.ocmts.de/egk/xmlcontainer/html/intelligenz_.html

http://www.ocmts.de/egk/xmlcontainer/html/roboapps.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Bluetooth

http://www.humanhybridrobot.info/smart-assist/

http://www.humanhybridrobot.info/hhr-konzept/

http://www.transplantation-verstehen.de/organe/herz/herzunterstuetzungssyteme.html


Siehe auch bei Wikipedia: (Ventricle Assist Devices, VAD)

 Neue Positionen für den Widerstand gegen die elektronische Gesundheitskarte (eGK) und telematische Infrastruktur (TI) auf Basis technischer Analysen und neuerer Meldungen zur eGK/TI

2002063

Gesamtarchitektur EGK und TI: Telematische Infrastruktur (TI-System), Komponenten und Rechenzentren

Rolf D. Lenkewitz

Impressum

Inhalte sind lizensiert unter Creative Commons
news2

Impressum

www.rdlenkewitz.eu