Kurz vor Jahresende 2014 sehe ich den erfolgreichen Widerstand gegen die eGK/TI stark gefährdet. Der bisherige Weg das Foto als Identitätsnachweis abzulehnen und nach erfolgreichen Alternativen zu suchen, mit Hilfe von Krankenkassen-Ersatzbescheinungen, ärztliche Leistungen auch ohne eGK abzuwickeln, sollte in jedem Fall weiter verfolgt werden.http://www.it-ler-analysiert-die-egk.de

Wir dürfen jedoch nicht vergessen, die Verhinderung der eGK beendet nicht zwingend die telematische Infrastruktur, also das Gesamtsystem mit all seinen Fähigkeiten und Funktionen, in der Cloud.

Die eGK, die SmartCard, ein Minicomputer, ist nur eine Zugangskomponente unter vielen zur telematischen Infrastruktur, zu den 8-10 großen Rechenzentren mit all seiner Software, der Hardware, den Datenbank- und Speichersystemen.

Die innere Datenstruktur der eGK findet ihre replizierte Entsprechung in den Applikations-Servern der Gematik in den Rechenzentren und deswegen kann die Befüllung von unseren Daten, in ein- und dieselbe Struktur und Ordnung, auch von allen anderen existierenden Gematik-Terminals in den Primärsystemen (Ärzte, Apotheken, Krankenhäuser, Krankenkassen) erfolgen. Wenn nun in ferner Zukunft alle Primärsysteme brav im Mastersystem der Gematik arbeiten und ihre Daten dorthin transportieren, dann wird die eGK in der uns bekannten Ausgestaltung nur noch eine sehr geringe Bedeutung spielen.

Wahrscheinlich ist dann, dass die Verschlüsselung, die Sicherheits-Zertifikate für den Zugang, samt sicherer Transportwege (VPN), über Smartphone und Tablet abgewickelt werden. Die geplante Funktion Versicherter@Home, eine Art Homebanking-Software für unsere Gesundheitsdaten und medizinischen Services, schafft dafür erste Voraussetzungen.

Aus diesem Grund sollten wir den Schwerpunkt des Widerstands in weitaus stärkerem Maße auf die telematische Infrastruktur, auf die Cloudtechnologien, die Software-Applikationen, die XML-Verarbeitung, die Webservices und Konnektoren legen.

Und wir sollten die jetzt bekannt gewordene Allianz zwischen der Gematik und dem Cloud4health Konsortium, einem Spezialisten für die schrankenlose Auswertung medizinischer Daten, in dem persönliche Daten anonymisiert werden, nicht aus den Augen verlieren. 

Immer mehr bestätigt sich wir haben es mit einer sehr gefährlichen Entwicklung zutun, auch wenn die Befürworter  meinen sie hätten alles im Griff und alles sei rechtlich abgesichert.

Meine aktuellen Ausarbeitungen, einer weiter fortgeschrittenen Analyse des eGK/TI-Systems, berücksichtigen die Urteile des Düsseldorfer Sozialgerichtes und des Bundesverfassungsgerichtes, die die Klagen der Bürger zurückgewiesen haben. Die ablehnende Urteilsfindung basierte auf dem geringen Umfang der derzeitigen eGK-Funktionen, der angeblichen Oberhoheit über unsere Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte und dem Hinweis, man könne nicht über zukünftige geplante Funktionen und Datenschutzgefährdungen urteilen und Recht sprechen. Siehe http://www.meinegklage.de

 

 

 Neue Positionen für den Widerstand gegen die elektronische Gesundheitskarte (eGK) und telematische Infrastruktur (TI) auf Basis technischer Analysen und neuerer Meldungen zur eGK/TI

2002063

Gesamtarchitektur EGK und TI: Telematische Infrastruktur (TI-System), Komponenten und Rechenzentren

Rolf D. Lenkewitz

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